Autowäsche – Aber richtig

Da wir hier gestern Temperaturen im zweistelligen Plusbereich hatten konnte ich endlich mein Auto wieder waschen. Ich als absoluter Gegner von Waschanlagen, führe an meinem Auto grundsätzlich nur Handwäschen durch. Lieber fahre ich länger mit einem schmutzigen Auto durch die Gegend als das ich mein Auto in einer Waschanlage mißhandeln lasse.

Aber auch hier gibt es Unterschiede. Der Otto Normalhandwäscher nimmt den Gartenschlauch, einen Eimer, das gute Autoshampoo aus dem Baumarkt sowie den Schwamm aus dem Baumarkt, zum abtrocknen den Lederlappen und legt los. Ok. Das einzig Gute an dem ganzen ist die Tatsache das diese Person bereit ist etwas Zeit in die Fahrzeugpflege zu investieren. Der Rest ist stark zuverbessern.

Fangen wir mit der Auswahl des Zubehörs an.

Für die ideale Handwäsche benötigt man zwei Eimer.

In mindestens einem dieser Eimer sollte ich ein sogenannter „Grit-Guard“ befinden. Besser ist aber die Lösung zwei Eimer mit diesem Einsatz zu nutzen.

Der Sinn dieses Einsatzes ist es, das Schmutzpartikel nicht jedesmal wieder aufgewirbelt werden wenn man den Waschhandschuh in das Wasser eintaucht, sondern sich am Eimerboden sammeln.

Apropo Waschhandschuh. Ja Schwämme sind out. Ich nutze diese jedem bekannten Schaumstoffschwämme nichtmal für meine Felgen. Heute nutzt man hochwertige Microfaser- bzw Lammfellwaschhandschuhe. Diese sind wesentlich Lackfreundlicher, da die Schmutzpartikel nicht auf deren Oberfläche bleiben sondern nach innen transportiert werden.

Hier links im Bild ein Microfaserwaschhandschuh und rechts ein Lammfellwaschhandschuh.

Und weiter geht es mit der Wahl des richtigen Autoshampoos. Ein Favorit von mir ist das Surf City Garage Pacific Blue Wash&Wax. Angenehmer Geruch, gute Schaumbildung, hohe Gleitfähigkeit auf dem Lack und durch die enthaltende Wachse wird die Standzeit des aufgetragenen Wachses erhöht. Die Wahl des Shampoos ist aber jedem selbst überlassen. Der Markt bietet hier eine riesige Auswahl. Es gibt Shampoos mit Wachsanteilen, Wasserenthärtern, Glanzverstärker etc. pp.

Kommen wir zur Trocknung. Und auch hier habe ich eine schlechte Nachricht. Lederlappen sind ebenfalls vollkommen aus der Mode. Auch hier greift man zu Microfaserprodukten. Hier gibt es eigentlich drei Kategorien. Auf dem Bild von links nach rechts : Trockentuch mit langen Fasern, kurzen Fasern sowie mit Struktur. Quasie für jeden etwas dabei.

Das eben gezeigte ist also die nötige Grundausstattung wenn man sein Auto von Hand waschen möchte. Was jetzt folgt ist Zubehör für die Freaks der Fahrzeugpflege.

Fangen wir erstmal human mit einem Hochdruckreiniger an. Für jeden Hausbesitzer eigentlich empfehlenswert. Wenn man nicht gerade das Auto damit wäscht ideal zur Reinigung von Gehwegplatten und Fassaden.

Wer das Gerät öfter benutzt sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und ein Markengerät erwerben. In meinem Fall ein Gerät der Firma Kärcher.

Als passendes Zubehör für leicht fanatische Autowäscher wie mich, gibt es die Schaumlanzen. Einziger Zweck dieser Geräte, wie der Name schon sagt, Schaum erzeugen. Dieser Schaum dient der Vorreinigung des Lackes und löst die meisten Verschmutzungen auf dem Lack. Dazu wird einfach etwas Schaummittel in den Tank gegeben und mit warmen Wasser aufgefüllt.

Jetzt zur eigentlichen Fahrzeugwäsche. Kommen wir nochmal auf das Thema „Warum Zwei Eimer“ zurück. Diese Methode ist einfach lackschonend. Würde man nur einen Eimer verwenden würde man zum Ende der Wäsche sein Fahrzeug mit schmutzigen Wasser waschen. Folge davon : Man zerkratzt sich seinen Lack mit Schmutzpartikeln. Deswegen die Methode mit zwei Eimern inklusive Grit Guard. Man füllt also einen Eimer mit klarem Wasser und einen Eimer mit Shampoowasser. Der Eimer mit klarem Wasser dient also nur dazu seinen Waschhandschuh auszuwaschen bevor man ihn wieder in den Eimer mit Shampoowasser taucht. So vermindert man die Gefahr von Kratzern beim Waschen.

Als erstes wird das Fahrzeug vom groben Schmutz befreit. In meinem Fall kommt jetzt die Schaumlanze zum Einsatz. Wer so ein Gerät nicht hat spült das Fahrzeug mit reichlich Wasser ab.

Im Anschluß wird das Auto in zwei Abschnitte geteilt. Erst wird der obere Teil gewaschen und danach logischerweise der untere Teil. Hintergrund : Der obere Teil des Fahrzeugs ist in der Regel nicht so verdreckt wie der untere Teil. Diese Reihenfolge dient wieder der Reduzierung von Kratzern. Zur Wäsche : Erst in den Eimer mit Shampoowasser, Teilbereich waschen, Waschhandschuh im Eimer mit klarem Wasser ausspülen, dann wieder den Waschhandschuh in den Eimer mit Shampoowasser, Teilbereich waschen usw. usw.

Nach der Handwäsche wird das Fahrzeug mit klarem Wasser gründlich abgespült und im Anschluss mit dem Microfasertrockentuch abgetrocknet. Als eine Art Trockenhilfe benutze ich einen verdünnten „Quickdetailer“. Dieser wird einfach auf den nassen Lack gesprüht und sorgt dafür das keine Wasserflecken entstehen und das Wasser zum grössten Teil so abläuft. Der von mir verwendete Quickdetailer enthält Wachse. Die Wachse sorgen dafür das die vorhandene Wachsschicht gepflegt und wieder etwas aufgebaut wird.

Als Belohnung hat man dann am Ende wieder ein sauberes Auto ohne Kratzer die jede Waschanschlage verursacht. Hier mal ein Vorher/Nachher Vergleich :




3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. So eine Aufwand für nen Opel? ( Sorry das musste raus )

    Kannst meinen A6 auch ma waschen?

  2. Wenn man sich einen Neuwagen kauft pflegt man den auch. Würde ich ne gebrauchte Hütte fahren würde die Pflege vielleicht anders aussehen 😉 Und was zahlst Du für die Wäsche?

  3. Mein A3 will auch!!!! 😀 (Der sieht zugegeben grad aus wie Sau, aber das wird sich die Tage ändern. Sonst wird er krank.)

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