Kleinere Alternativen zur DSLR

Heute gibt es kaum noch schlechte Kameras, allenfalls ein falscher Einsatzzweck kann das Ergebnis verschlechtern. Die Auswahl auf dem Markt ist größer denn je: Eine Kompaktkamera für Schnappschüsse im Urlaub, eine Spiegelreflexkamera für professionelle Aufnahmen – moderne Kameras sind auf individuelle Anforderungen zugeschnitten.

Spiegelreflexkameras: Funktion und Reaktion

Eine digitale Spiegelreflexkamera, auch DSLR genannt, zeichnet sich durch flexible Objektivwechselsysteme und schnelle Reaktionszeiten aus. Der Einstieg in die DSLR-Welt ist nur teilweise eine Geldfrage, denn die kleinsten Modelle beginnen schon bei etwa 300 Euro – inklusive Standard-Objektiv. Das reicht mit einer Brennweite von (normalerweise) 18 – 55 mm sogar leicht in den Weitwinkel-Bereich rein; das Steigerungspotenzial tritt aber gerade bei den Objektiven zutage. Mit dem preislichen Aufwand steigt auch das erforderliche Know-how, um den Funktionsumfang der Kameras ausschöpfen zu können. Digitale Spiegelreflexkameras verfügen über Autofokus und eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. Die technische Basis aktueller Modelle gibt dabei den Handlungsrahmen vor: 18-Megapixel-Sensoren, bis zu acht Bilder pro Sekunde ISO-Werte bis zu 12.800 sprechen für sich.

© Hemera TechnologiesPhotoObjects.netThinkstock

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Praktisch und günstig: Kompaktkameras

Wem eine digitale Spiegelreflexkamera zu komplex ist, der findet in der Kompaktkamera eine gute Alternative zum Einstieg. Als günstigere Variante ist der Funktionsumfang viel überschaubarer, auch die technischen Features reichen nicht an echte DSLRs heran. Besonders beliebt sind die kompakten Fotoapparate folglich bei Urlaubern und Spontan-Knipsern, die unterwegs ein paar Schnappschüsse machen wollen. Weiterer Vorteil: Kompaktkameras lassen sich in der Hosentasche verstauen und sind somit sehr mobil. Während der Hotelnachbar seine DSLR-Kamera bedient und noch die Lichtverhältnisse ausbaldowert, hat der Kompaktkamerabesitzer schon die ersten Bilder auf der Speicherkarte. Allerdings: Im Gegensatz zur DSLR-Kamera weisen Kompaktkameras häufig zu kleine Sensoren mit zu vielen Megapixeln auf. Auch die Objektive können nicht mithalten und liefern schlechtere Fotos als die Sensoren theoretisch ermöglichen würden.

Der Kompromiss: Bridgekameras

Eine Bridgekamera ist ein Kompromiss zwischen einer DSLR Kamera und einer Kompaktkamera. Diese Kameraart überzeugt mit guter Ausstattung und erfüllt die meisten Anforderungen von Hobbyfotografen. Für eine Bridgekamera gibt es zwar nicht so viel Zubehör wie für eine digitale Spiegelreflexkamera (vom obligatorischen Kamerarucksack einmal abgesehen), dennoch sind hohe Auflösungen Standard, auch Zoomobjektive mit solider Brennweite gehören zum Paket. Einige Modelle sind außerdem mit Extra-Anschlüssen für Studio-Blitzlicht versehen. Fazit: Die Bridgekamera ähnelt einer digitalen Spiegelreflexkamera, allerdings lassen sich die Objektive nicht wechseln. Vorteile: Der niedrigere Preis und das geringere Gewicht. Bridgekameras sind optimal für Hobbyfotografen, denen die Leistungen einer Kompaktkamera nicht ausreichen. Wer die Möglichkeiten einer DSLR-Kamera schätzt, allerdings weniger Geld ausgeben will, kann sich auch eine Superzoomkamera zulegen. Zumindest auf dem Papier stellt dieser Kameratyp einen würdigen Kompromiss dar. Ein Vergleich von Bridgekamera und DSLR zeigt die Unterschiede bei den Resultaten.

Foto: © Hemera Technologies/PhotoObjects.net/Thinkstock

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