Online-Shopping aus wissenschaftlicher Sicht: neue Verhaltensweisen

Wer online einkauft, findet nicht nur bessere Preise und ein größeres Sortiment, sondern kauft vor allem anders ein. Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit werden online viel größer geschrieben als im echten Geschäft. Das bestätigen mehrere Studien.

Shoppingverhalten im Wandel

Die Zahl derer, die noch nie online eingekauft haben, ist verschwindend gering. Gleichzeitig sind die Zeichen weiterhin auf Wachstum gestellt. Nicht ohne Grund verfügen große Shops mittlerweile über eigene Shopping-Apps für die bekannten Plattformen; der Einkauf geht damit noch einfacher von der Hand. Parallel werden auch die Shops angepasst. Beide Maßnahmen zielen in dieselbe Richtung ab: Online-Käufer verhalten sich nämlich anders. Sie wollen nicht lange herumstöbern, alle Informationen zum Produkt sowie der Preis müssen direkt und unmissverständlich auffindbar sein. Die Seite sollte also dementsprechend strukturiert sein, besonders in populären Bereichen wie Mode und Technik. Der Elektro Fachhandel unter eas-y.de ist ein anschauliches Beispiel für den Aufbau heutiger Technik-Shops. Eine eigene Kategorie stellen Online-Outlets und Shopping-Clubs dar, dort spielt der Preis nämlich eine noch größere Rolle als ohnehin schon.

© Hannah Gal/Photodisc/Thinkstock

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Bewertungen anderer User oftmals entscheidend

Viele Menschen mögen es nicht, im echten Geschäft von Verkäufern angesprochen zu werden. Das hat jedoch nichts mit Beratungsresistenz zu tun. Ganz im Gegenteil: Online-Käufer legen viel Wert auf Empfehlungen und Meinungen anderer Shopper. Die Produktbewertungen direkt beim Artikel haben großen Einfluss auf die Kaufentscheidung, auch Foren und Shopping-Netzwerk-Features, wie sie auf Modeseiten immer häufiger vorkommen, spielen eine Rolle. Der Unterschied zum Beratungsgespräch mit der Fachkraft vor Ort liegt auf der Hand: Online kann jede Entscheidung in Ruhe getroffen werden, man hat nicht das Gefühl, durch die Beratung zum Kauf gedrängt zu werden. Dennoch ist Online-Shopping viel schneller als klassisches Einkaufen – an dieser Stelle führt der Bogen zurück zum modernen Website-Aufbau, der eine hohe Informationsdichte und gute Übersicht als oberste Prämisse hat.

Auf die Zielgruppe achten: Frauen oder Männer?

Ebenfalls zu beachten sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So gelten Frauen als deutlich preisbewusster, ein großer Teil aller eingelösten Rabattcodes entfällt auf Damenprodukte wie Frauenmode und Beauty-Produkte. Online-Shops dieser Kategorien sind somit gut beraten, ins Couponing-Geschäft einzusteigen, insbesondere im Mobile Couponing. Außerdem reagieren Frauen stärker auf Werbebanner in der Seitenleiste. Männer dagegen kaufen recht unkompliziert bei: Sie steuern zielstrebig einen bestimmten Shop an und schlagen wenige Klicks später schon zu.

 

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