Smartphones für Kinder – sinnvoll oder ein No-Go?

Inzwischen sind Smartphones für Kinder auf dem Markt, die auf die Ansprüche kleiner Mobilfreunde zugeschnitten sind und über eingeschränkte Funktionen verfügen. Die Reaktionen sind gemischt. Viele Eltern halten Kinder-Smartphones für absolut überflüssig, andere begrüßen die kindgerechten Mobilgeräte. Bleibt die Frage: Sind Kinder-Smartphones sinnvoll oder ein No-Go?

© John Foxx/Stockbyte/Thinkstock

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Webfinanzierte Tarife für internetfähige Smartphones

Smartphones für Kinder lösen jede Menge Kritik aus. Eltern befürchten, dass der Nachwuchs auf dubiosen Websites surft, pausenlos SMS verschickt und ein Heidengeld verprasst. In Sachen Tarif eignen sich kostenlose Prepaid-Simkarten ohne Vertragslaufzeit. Eltern können günstige Tarife von Netzclub für das Smartphone nutzen, die keinen Mindestumsatz erfordern. Bei internetfähigen Smartphones sind webfinanzierte Tarife empfehlenswert, die jeden Monat kostenloses Surfen ermöglichen. Bestimmte Websites lassen sich mit speziellen Tools sperren. Schenken Eltern ihrem Sprössling ein Handy, lassen sich für das Telefonieren bestimmte Nummern definieren. Ob ein Mobiltelefon für Kinder sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht sagen, allerdings haben Kinder-Smartphones auch Vorteile. Dass beim Online-Kauf durch Gutschein-Portale außerdem Geld gespart werden kann, ist dagegen kein Geheimnis.

Anrufe überwachen und Aufenthaltsort ermitteln

Viele Hersteller bieten Kinder-Smartphones ohne die Möglichkeit des Internet-Zugriffs an. Kinder können lediglich mit vorher festgelegten Personen telefonieren und auch keine Nachrichten versenden. Wollen Eltern ihrem Liebling selbst Textnachrichten schicken, ist das aber ohne Weiteres möglich. Ein Vorteil guter Kinderhandys ist die Anrufüberwachung. Mit einer separaten SIM-Karte lässt sich eine Verbindung herstellen, die alle getätigten und empfangenen Anrufe automatisch auf das Eltern-Handy leitet. Weitere Überwachungsmethoden sind Peilsender, die über GPS-Tracker den Aufenthaltsort von Kindern ermitteln und sogar Anruflisten übermitteln. Auch Überwachungs-Apps liefern Informationen, wo sich der Sprössling gerade aufhält. Eltern, die wissen wollen, ob ihr Kind sich nach der Schule auf dem Heimweg befindet, profitieren auf jeden Fall von Kinder-Smartphones und speziellen Überwachungs-Tools.

Juniorhandy gemeinsam aussuchen

Eltern, die sich entschließen, ihrem Nachwuchs ein Smartphone zu schenken, sollten ihr Kind in die Entscheidung einbeziehen und das Juniorhandy gemeinsam aussuchen. Wer Kindern ein Mitspracherecht einräumt, schafft Vertrauen. Auch die Überwachungsmethoden sollten nicht Überhand nehmen, sonst leidet das Selbstbewusstsein und die Vertrauensbasis bekommt einen Knacks. Wichtig ist, dass ein Kinderhandy übersichtlich gestaltet ist und einfache Funktionen bietet. Die Handys für ganz kleine Kinder besitzen meistens nur vier oder fünf Tasten. Junior-Smartphones bieten zusätzliche Features wie kindgerechte Games oder witzige Stundenpläne mit Alarmfunktion. Die meisten Kinderhandys verfügen über eine große SOS-Taste, die im Notfall eine automatische Benachrichtigung der Eltern ermöglicht. Ein Kinder-Smartphone ist sicher kein No-Go und bietet mehr Sicherheit. Letztlich müssen Eltern aber selbst entscheiden, ob und ab welchem Alter sie ihrem Nachwuchs ein Mobiltelefon schenken.

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